Trump prüft Griff nach Irans Öl

von Redaktion

Der US-Präsident erwägt eine US-Bodenoffensive im Iran – dabei könnte es auch um gefährliches Uran gehen

Iran unter Feuer: Rauch über Gebäuden in Teheran. © dpa

Washington/Teheran – In der fünften Kriegswoche hält der militärische Schlagabtausch im Nahen Osten an. Ein schneller diplomatischer Durchbruch zur Beendigung des Konflikts zeichnet sich bislang nicht ab. Stattdessen droht im Iran eine US-Bodenoffensive. Deren Ziele könnte nach Medienberichten sein, das hochangereicherte iranische Uran zu bergen und die Kontrolle über Irans Öl zu übernehmen. US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit massiven Angriffen, falls es keine rasche Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Straße von Hormus gibt.

Zugleich schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social, die USA führten „ernsthafte Gespräche mit einer NEUEN UND VERNÜNFTIGEREN REGIERUNG“, um die Militäroperation zu beenden. Es seien „große Fortschritte erzielt“ worden. Sollte es jedoch keine Einigung geben und die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden, „werden wir unseren netten „Aufenthalt“ im Iran abschließen, indem wir alle ihre Stromkraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) sprengen und vollständig auslöschen“, schrieb der US-Präsident. Zuvor hatte er in einem Interview mit der britischen Zeitung „Financial Times“ (FT) gesagt: „Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen“. Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.

Trump hat dem Iran vergangene Woche eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren – andernfalls drohen US-Angriffe auf den iranischen Energiesektor. Die Frist läuft am 7. April um 2 Uhr nachts deutscher Zeit ab.

Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz feuerten am Vormittag erneut Raketen auf den Norden Israels ab. Nach Medienberichten brach infolge der Angriffe in Israels größter Ölraffinerie in Haifa ein Brand aus. Der Iran bestätigte am Vormittag Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Zuvor hatte es auch mehrfach Raketenalarm im Süden Israels gegeben. Berichte über Opfer gab es dabei zunächst nicht.

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