Nach der Stille das Leben feiern

von Redaktion

Karfreitag 2026

Karfreitag ist ein stiller Feiertag. Noch bedeutet das hierzulande: keine öffentlichen Events, keine Tanzveranstaltungen, keine Zirkusshows, kein Hämmern, keine Autowäsche. Stattdessen Ruhe und Besinnung. Inzwischen ist die Zahl der Christen, für die Karfreitag eine religiöse Bedeutung hat, wieder kleiner geworden. Aber noch immer ziehen in Stadt und Land gut besuchte Karfreitagsprozessionen durch die Zentren, in denen an den Leidensweg Christi erinnert wird.

Eine Demonstration des christlichen Glaubens, mitten in den Orten, nicht zurückgezogen hinter Kirchenmauern, sondern unter freiem Himmel bei den Menschen. Ein Feiertag, an dem auch nicht gläubigen Menschen vermittelt wird: Es gibt im Leben eine Dimension, die sich dem berechnenden Zugriff des Menschen entzieht. In den aktuell schwierigen politischen und wirtschaftlichen Zeiten merken die Menschen neben der religiösen Dimension deutlicher denn je, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt, Solidarität und gut funktionierende soziale Netzwerke sind.

Die christlichen Kirchen können mitten in den Orten wichtige Bezugspunkte sein, um Menschen zusammenzubringen, die einander stützen und helfen. Die auch miteinander feiern, miteinander um gute Lösungen ringen und Hoffnung schöpfen können. Karfreitag kann ein Startpunkt zu neuer Hoffnung werden. Auch wenn vieles derzeit noch so bedrückend sein mag: Auf den stillen Karfreitag folgt immer das bunte österliche Lebensfest.CLAUDIA.MOELLERS@OVB.NET

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