Islamabad – Pakistan und Afghanistan treffen sich wieder zu Gesprächen. Wie pakistanische Sicherheitskreise bestätigten, sollen sich Delegationen der beiden Länder heute in der südchinesischen Stadt Urumqi treffen. Zuvor hatten Medien in beiden Ländern über das geplante Treffen berichtet.
Seit etwa fünf Wochen gibt es Kämpfe zwischen den Nachbarländern und gegenseitige Angriffe. Islamabad wirft Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Kabul bestreitet das. Nach Angaben der Sicherheitskreise sind Beamte der mittleren Führungsebene des Außenministeriums und des Geheimdienstes Teil der pakistanischen Delegation. Demnach hatten die chinesischen Vermittler Urumqi in der Uiguren-Region Xinjiang als Ort vorgeschlagen. Sollte die erste Runde gut verlaufen, würden höhere Beamte einbezogen.
Chinesische Diplomaten führten mit beiden Parteien Gespräche. Die Volksrepublik gilt als strategischer Partner Pakistans und hegt auch in Afghanistan wirtschaftliche Interessen. Die Taliban hatten schon früh im Konflikt mit Pakistan auf Vermittlung gedrängt. Pakistan ist den Islamisten militärisch überlegen. Schon im vergangenen Herbst war es zu Kämpfen zwischen den Ländern gekommen. Vermittlungsbemühungen der Türkei, Saudi-Arabiens und Katars hatten keinen nachhaltigen Frieden gebracht. Die neuerlichen Gespräche seien eine Fortsetzung der letzten Verhandlungen, hieß es aus den pakistanischen Sicherheitskreisen.