Wirbel vor Ungarn-Wahl

von Redaktion

Putin-Dolmetscherin soll Ablauf überwachen

Die OSZE entsendet über 100 Wahlbeobachter. © Bader/dpa

Wien – Die Tätigkeit einer russischen Ex-Regierungs-Dolmetscherin für internationale Wahlbeobachter in Ungarn sorgt für Protest. Die Frau hatte unter anderem für Kremlchef Wladimir Putin bei Treffen mit US-Präsidenten übersetzt.

In Ungarn wird am 12. April ein neues Parlament gewählt. Laut Umfragen könnte die Partei des Moskau-nahen Ministerpräsidenten Viktor Orbán verlieren. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) entsendet mehr als 100 Gesetzgeber aus verschiedenen Ländern, um den Urnengang zu überwachen. Die ehemalige Regierungs-Dolmetscherin hilft laut der OSZE bei der Vorbereitung und Unterstützung solcher Missionen. Die OSZE stellt sich hinter ihre Mitarbeiterin.

Zuvor forderten 56 EU-Parlamentarier, die Russin von dem Ungarn-Einsatz abzuziehen. Sie argumentierten auch mit Medienberichten, wonach Moskau versuchen könnte, die Wahlen zu beeinflussen.

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