IN KÜRZE

von Redaktion

Brandenburg gibt Bayern keinen Strom

Potsdam – Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will den in Brandenburg produzierten grünen Strom auch vor allem in Brandenburg einsetzen. „Ich will nicht all unseren Strom an Herrn Söder nach Bayern schicken, sondern hier in der Region nutzen“, sagte er im Interview mit der „Zeit“. Das jetzige System versuche, „aus einer dezentralen Energieerzeugung eine zentrale Energieversorgung für den Süden zu machen“. Brandenburgs Einwohner erzeugten im Schnitt die meiste Erneuerbare Energie pro Kopf. „Sollte noch etwas übrig sein, kann auch Bayern etwas davon abbekommen.“

Türkischer Tanker passiert Straße von Hormus

Istanbul – Ein weiteres türkisches Frachtschiff hat die faktisch durch den Iran blockierte Straße von Hormus passieren dürfen. Damit konnten seit Beginn des Krieges insgesamt drei Schiffe mit türkischem Besitzer die wichtige Meerenge durchfahren. Das sei das Ergebnis intensiver Verhandlungen des türkischen Verkehrsministers Abdülkadir Uraloglu. Das Schiff habe Rohöl geladen und sei vom Irak aus unterwegs nach Malaysia. Acht weitere Schiffe mit türkischem Besitzer warteten noch auf die Durchfahrt.

Israel und Libanon beschießen sich

Beirut – Der gegenseitige Beschuss zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon geht weiter. Das israelische Militär teilte mit, derzeit Ziele der Schiitenmiliz in Libanons Hauptstadt Beirut zu attackieren. Es hatte zuvor die Bewohner der Gegend erneut zur Flucht aufgerufen. Bei Angriffen am Morgen in der Gegend um Nabatija im Süden des Landes wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA mindestens fünf Menschen getötet. Bei einem anderen Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes wurden zwei Menschen getötet.

Griechenland fordert schnellere Ermittlungen

Athen – Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hat die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) aufgefordert, die Ermittlungen im millionenschweren Skandal um veruntreute EU-Agrarsubventionen zügig abzuschließen und zu klären, wer angeklagt wird und wer nicht. „Es geht um Abgeordnete, die bereits persönlich und politisch geschädigt wurden und daher zumindest das Recht haben, sich zu verteidigen“, sagte er im griechischen Rundfunk.

USA schieben Migranten in den Kongo ab

Kinshasa – Die Demokratische Republik Kongo wird künftig vorübergehend Menschen aus anderen Ländern aufnehmen, die aus den USA abgeschoben werden. Die Zusammenarbeit soll noch in diesem Monat beginnen. In der Hauptstadt Kinshasa sollen Einwanderungsverfahren für die USA durchgeführt werden.

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