Genf – Bei Vorfällen mit Migrantenbooten im Mittelmeer sind nach UN-Angaben in den vergangenen zehn Tagen mehr als 180 Menschen ums Leben gekommen. Seit dem 28. März seien mehr als 180 Migranten bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, als tot oder vermisst gemeldet worden, erklärte die Internationale Organisation für Migration. Insgesamt kamen seit Jahresbeginn mindestens 990 Migranten im Mittelmeerraum ums Leben oder gelten als vermisst. Es handele sich um einen der Zeiträume mit den meisten Toten seit Beginn der Erfassung im Jahr 2014. Der Weg über das zentrale Mittelmeer sei die gefährlichste Flüchtlingsroute der Welt. Allein 2025 starben hier mindestens 1340 Flüchtlinge. Unterdessen beklagt die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch die Blockade eines ihrer Schiffe durch Italien nach der Rettung von 44 Geflüchteten von einer verlassenen Ölplattform.