Berlin – Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, hat die Abschaffung des sogenannten Prinzips der doppelten Freiwilligkeit bei der Reserve der Bundeswehr gefordert. „Das Reservestärkungsgesetz muss schnellstmöglich kommen“, sagte Wüstner. „In diesem Zusammenhang muss aus meiner Sicht das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit aufgehoben werden.“ Das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit wurde 2011 nach Aussetzung der Wehrpflicht eingeführt. Seitdem können Reservisten nur zum Dienst herangezogen werden, wenn sie selbst sowie ihr Arbeitgeber zustimmen.
Bei den Übungen für Reservisten könne es „nicht mehr bei Freiwilligkeit bleiben“, wenn der neue Wehrdienst einen Nutzen entfalten solle, so Wüstner. „Auch das dient einer qualitativen Aufwuchsfähigkeit, die wir aufgrund der Bedrohungslage endlich wieder glaubhaft unterfüttern müssen.“