Dreiergespräche zum Ukraine-Krieg?

von Redaktion

Moskau und Kiew regen neue Verhandlungen an

Moskau/Kiew – Der Kreml setzt auf eine baldige Wiederaufnahme der seit Beginn des Iran-Krieges ausgesetzten Dreiergespräche mit den USA und der Ukraine über eine Beendigung des Ukraine-Krieges. „Wir hoffen, dass die US-Vertreter in naher Zukunft mehr Zeit und mehr Möglichkeiten haben werden, um sich im trilateralen Format zu treffen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow gestern in Moskau. Er fügte hinzu: „Wir freuen uns darauf.“

Unterhändler aus den USA, Russland und der Ukraine waren in den vergangenen Monaten zu drei Gesprächsrunden zusammengekommen. Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen Kiew und Moskau waren infolge des Iran-Krieges ins Stocken geraten. In der Nacht zum Mittwoch (MESZ) gaben die USA und der Iran die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe bekannt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau kürzlich mehrfach eine Waffenruhe angeboten. „Wir sind bereit, spiegelbildlich zu antworten, wenn die Russen ihre Angriffe einstellen“, schrieb er zuletzt in Sozialen Medien. Auf diesen Vorschlag ging Peskow aber nicht ein.

US-Vizepräsident JD Vance hat europäischen Staats- und Regierungschefs derweil vorgeworfen, nicht genug für ein Ende des Ukraine-Krieges zu tun. „Wir sind von vielen politischen Entscheidungsträgern in Europa enttäuscht, da sie offenbar nicht sonderlich daran interessiert sind, diesen Konflikt zu lösen“, sagte Vance gestern bei seinem Besuch in Ungarn. Es gebe zwar „erhebliche Fortschritte“ bei den Bemühungen zur Lösung des Konflikts. Dieser Konflikt sei aber der „am schwersten zu lösende“.

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