Im Moment braucht man noch viel Fantasie – wenn man in der Münchner Innenstadt auf der Baustelle der Alten Akademie steht, das Sägenkreischen hört, die Flex riecht und versucht, sich vorzustellen, wie das hier in drei Jahren sein wird. Wenn Restaurants um einen Innenhof gruppiert sind. Wenn feine Essensdüfte vorbeiziehen.
Noch ist das nur eine Zukunftsvision – aber es ist eine, die Wirklichkeit werden wird. Und das ist eine der besten Nachrichten, die in dieser Stadt seit Langem verkündet wurden. Denn dass die Baustelle an der Alten Akademie (Ex-Benko-Besitz) nach Jahren des Stillstands endlich wieder läuft: Das weist weit über dieses einzelne Projekt hinaus.
Der Immobilienmarkt ist ja längst kein Selbstläufer mehr, für Vorhaben dieser Größenordnung braucht man einen langen Atem und Mut zum Risiko. Dass die Thiele-Familienstiftung und die Hammer AG diesen Mut beweisen und die Alte Akademie übernommen haben, zeigt: Es tut sich was in München. Das ist eine Stadt der Macher und nicht eine Stadt der Zauderer und Angsthasen.
Das kann auch ein Vorbild für andere Projekte werden – Möglichkeiten gibt‘s genug.ULRICH.HEICHELE@OVB.NET