Fall Liebich: Tschechien will Auslieferungsantrag
Schönbach/Halle – Die tschechischen Behörden haben nach Festnahme der verurteilten Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich die deutsche Seite gebeten, einen Antrag auf Auslieferung zu stellen. Die Staatsanwaltschaft Halle werde einen solchen Antrag stellen, teilte Oberstaatsanwalt Dennis Cernota am Freitag mit. Liebich kann einer Auslieferung zustimmen oder diese ablehnen. Im zweiten Fall entscheidet die tschechische Justiz über das weitere Vorgehen. Bei einer Auslieferung soll Liebich nach Chemnitz gebracht werden.
Im Libanon droht nach Attacken Medizin-Engpass
Beirut – Nach der massiven israelischen Angriffswelle im Libanon schwinden die medizinischen Vorräte im Land. Der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Libanon, Abdinasir Abubakar, warnte davor, dass medizinische Versorgungsgüter wie Arzneimittel und Blutkonserven knapp werden könnten. Innerhalb weniger Tage seien drei bis vier Wochenvorräte an medizinischen Gütern aufgebraucht worden. Bei den Angriffen am Mittwoch sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen und 1150 verletzt worden.
Frankreich: Prostitution Minderjähriger nimmt zu
Paris – In Frankreich hat die Zahl der minderjährigen Prostituierten innerhalb von vier Jahren um gut 40 Prozent zugenommen. 2025 erfassten die Behörden 704 Minderjährige. 94 Prozent von ihnen waren Mädchen. Mehr als die Hälfte von ihnen war zudem Opfer von Zuhälterei, wie aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht hervorgeht. Jugendliche würden nach Angaben von Hilfsorganisationen von der „Aussicht auf schnell verdientes Geld“ angezogen, die in Onlinediensten verbreitet werde.
Israel treibt Siedlungsbau im Westjordanland voran
Tel Aviv – Die israelische Regierung hat nach Angaben von Friedensaktivisten den Bau von 34 neuen Siedlungen im besetzten Westjordanland genehmigt. In einer Erklärung der Bewegung „Frieden Jetzt“ heißt es, das Sicherheitskabinett habe die Entscheidung bereits zu Beginn des Monats „heimlich“ getroffen.
Pressefreiheit: US-Gericht rügt Pentagon
Washington – Die abermalige Verschärfung der Zugangsbeschränkungen für Journalisten im US-Verteidigungsministerium ist von einem Bundesrichter gekippt worden. Das Pentagon hatte im vergangenen Herbst Richtlinien erlassen, nach denen Journalisten keine Informationen mehr veröffentlichen dürfen, die nicht zuvor offiziell vom Pentagon freigegeben wurden. Dieses Vorgehen wurde im März für teilweise verfassungswidrig erklärt. Gleichwohl verschärfte das Pentagon kurz darauf die Vorschriften nochmals.