Estland: 16 Handlanger Russlands gefasst

von Redaktion

Tallinn – Estlands Sicherheitsbehörden haben im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben eine Rekordzahl von Personen festgenommen, die mit russischen Geheimdiensten zusammengearbeitet haben. Seit Anfang 2025 seien 16 Kollaborateure aufgedeckt und ihre Aktivitäten unterbunden worden, sagte Sicherheitspolizei-Chef Margo Palloson bei der Vorstellung des Jahresberichts der Behörde in Tallinn.

Bei den meisten soll es sich um Privatpersonen gehandelt haben, die nicht in einer staatlichen Institution des baltischen EU- und Nato-Landes arbeiteten. Die Aktivitäten der vor allem für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB, aber teils auch für den Militärgeheimdienst GRU tätigen Personen wurden nach Angaben von Palloson relativ frühzeitig unterbunden. „Sie waren nicht in der Lage, der Sicherheit Estlands nennenswerten Schaden zuzufügen“, sagte der Leiter des Inlandsnachrichtendienstes.

Auch deute die höhere Zahl nicht auf eine erhöhte Bedrohungslage hin, sondern spiegle vielmehr das proaktive Handeln der Behörden wider.

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