Vor Libanon-Treffen: Merz telefoniert mit Netanjahu
Berlin – Friedrich Merz (CDU) hat kurz vor einem historischen Treffen israelischer und libanesischer Vertreter mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert. „Der Bundeskanzler ermutigte Premierminister Netanjahu zur Aufnahme direkter Friedensgespräche mit der libanesischen Regierung. Er sprach sich dafür aus, die Kampfhandlungen im Süden des Libanon zu beenden“, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die Hisbollah müsse die Waffen niederlegen.
Kuba warnt USA vor militärischer Eskalation
Havanna – Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat die USA davor gewarnt, den Konflikt zwischen den beiden Ländern militärisch zu eskalieren. „Wenn das passiert, wird es Kämpfe geben, und es wird einen Widerstand geben, und wir werden uns verteidigen, und wenn wir sterben müssen, werden wir sterben, denn wie unsere Nationalhymne sagt: ‚Für das Vaterland zu sterben, heißt, zu leben‘“, sagte Díaz-Canel.
Höchststand bei Hinrichtungen im Iran
Teheran – Im Iran sind 2025 nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1639 Menschen hingerichtet worden – ein Höchststand seit 35 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg um 68 Prozent. Der nach den landesweiten Protesten unter dem Motto „Frau, Leben, Freiheit“ im Jahr 2022 begonnene Anstieg setze sich damit fort. Die Entwicklung verdeutliche, dass die Behörden weiterhin auf die Todesstrafe als Mittel setzten, um von neuen Protesten abzuschrecken.
Nach Anzeige: Spaniens First Lady soll vor Gericht
Madrid – Die Frau des linken spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez soll nach dem Willen des Untersuchungsrichters Juan Carlos Peinado vor Gericht gestellt werden. Er schlug eine Anklageerhebung gegen María Begoña Gómez Fernández wegen Korruption, illegaler Einflussnahme, Veruntreuung und Verstößen gegen Markenrechte vor. Wann die Verhandlung beginnen könnte, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die 55-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Die Ermittlungen hatten aufgrund einer Anzeige der als äußerst rechts geltenden Vereinigung „Manos Limpias“ (saubere Hände) begonnen.
Klage gegen „Wall Street Journal“ abgewiesen
Washington – US-Präsident Donald Trump hat erneut eine Schlappe vor Gericht hinnehmen müssen. Ein Bezirksgericht in Florida wies seine Klage gegen das „Wall Street Journal“ wegen Verleumdung vorläufig ab. Der Richter monierte, Trump habe nicht plausibel darlegen können, dass die Zeitung mit der Veröffentlichung eines Gratulationsschreibens Trumps an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in „böswilliger Absicht“ gehandelt habe.