Wismar – Der bei Wismar gestrandete Wal bewegt viele Menschen. Auch das deutsche Staatsoberhaupt interessiert sich für Timmy. Im Rahmen eines ohnehin geplanten Besuchs des Ozeaneums in Stralsund will sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag mit Experten auch über den Wal austauschen, wie das Bundespräsidialamt mitteilte. Das Ozeaneum ist Teil der Stiftung Deutsches Meeresmuseum. Deren Experten schätzen die Lage des gestrandeten Wals ein. Sie haben auch das Gutachten zu Timmys Gesundheitszustand erstellt.
Der Wal liegt unverändert an seiner bisherigen Position fest. Auf Live-Kameras ist zu sehen, wie das Tier atmet und dabei kleine Fontänen ausstößt. Dem Meeressäuger gehe es weiterhin schlecht, hieß es aus dem Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern. Am Wochenende hatte es einen erneuten Rettungsversuch gegeben, der erfolglos blieb. Es wurde versucht, den Wal zu ermutigen, sich selbst zu befreien, indem die eigenen Walgesänge des Tiers unter Wasser abgespielt wurden. Hintergrund war, dass der Wal in den Nächten zuvor starke Walgesänge von sich gegeben hatte. Der kranke und geschwächte Buckelwal liegt bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht.