Neue Verhandlungen im Iran-Konflikt

von Redaktion

Insider: Washington und Teheran offen für zweite Gesprächsrunde

Washington/Teheran – Nach den abgebrochenen Friedensgesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran drängt Pakistan auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen. Islamabad wolle Gespräche so bald wie möglich, hieß es am Dienstag aus pakistanischen Diplomatenkreisen.

Auch China, Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei seien mit beiden Kriegsparteien im Gespräch. Die Länder hätten einen Vorschlag eingebracht, noch in dieser Woche in Islamabad weiterzuverhandeln, hieß es. Eine offizielle Bestätigung über neue Verhandlungen liegt bisher nicht vor. Unbestätigten Berichten zufolge steht an diesem Donnerstag ein zweites Treffen im Raum. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron rief US-Präsident Donald Trump und den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian zur Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen auf.

Trump verschärfte derweil die Gangart gegen die Führung in Teheran. Er verwehrte Schiffen in der Straße von Hormus die Passage, sofern sie iranische Häfen als Ziel oder Startpunkt haben. „Während der ersten 24 Stunden hat kein Schiff die US-Blockade durchbrochen, und sechs Handelsschiffe sind der Anweisung der US-Streitkräfte nachgekommen, umzukehren und erneut einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen“, erklärte das US-Militärkommando Centcom. Laut dem Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler passierten hingegen mindestens zwei aus iranischen Häfen kommende Schiffe die Meerenge.

Auch gegenüber Italien verschärfte Trump am Dienstag den Ton: Angesichts fehlender Unterstützung im Iran-Krieg warf er der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fehlenden Mut vor. „Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt“, sagte er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Er sei „schockiert über sie“ gewesen. Die Rechtsaußenpolitikerin galt lange Zeit als eine der Politikerinnen, die einen guten Draht zu Trump hatten.

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