Sudan-Gipfel: Staaten sagen 1,3 Milliarden zu

von Redaktion

Berlin – Auf der internationalen Sudan-Konferenz in Berlin sind dem afrikanischen Land Hilfen in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden Euro zugesagt worden. „Dass die Teilnehmer in einer Welt schrumpfender humanitärer Mittel schon jetzt Unterstützungszusagen in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden Euro abgegeben haben, ist ein gutes Zeichen“, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nach der Konferenz. Deutschland werde seine Hilfe „um mehr als 230 Millionen Euro aufstocken. Und wir verbinden das natürlich mit der Bitte, dass auch alle anderen Akteure ihrer humanitären Verantwortung gerecht werden.“

Drei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Sudan beriet eine internationale Geberkonferenz in Berlin über weitere Hilfen für die notleidende Bevölkerung. Ziel war neben der Mobilisierung von Hilfen auch eine Wiederbelebung der Friedensverhandlungen. „Dieser Albtraum muss enden“, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres in einer Videobotschaft an die Teilnehmer.

In dem drittgrößten Land Afrikas liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit drei Jahren einen erbitterten Machtkampf. UN-Nothilfe-Koordinator Tom Fletcher sagte, der Sudan sei ein „Laboratorium der Gräueltaten“. 34 Millionen Menschen seien auf Hilfe angewiesen, 19 Millionen Menschen litten Hunger.

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