Der künftige Münchner OB Dominik Krause (Grüne) erlebt seine erste Regierungskrise noch vor dem Regieren. Denn: Die Partei Volt, die eigentlich zusammen mit der SPD Krauses Rathaus-Koalition hätte bilden können, hat sich aus den Sondierungsgesprächen zurückgezogen. Man mag sich an das Jahr 2014 erinnern: Auch damals platzen Münchner Koalitionsgespräche, CSU-Mann Josef Schmid musste seinen Urlaub abbrechen – um doch noch in Verhandlungen mit der SPD einzutreten.
Heuer kommt der Sondierungs-Stress nicht so überraschend: Bereits vor den Osterferien hörte man im Rathaus, die Forderungen von Volt seien überzogen. Nun heißt es, dass unmittelbar vor einer Einigung immer neue Volt-Wünsche aufgekommen seien.
Ob das so stimmt, bleibt zwar unklar. Sicher ist aber: Krause ist gut beraten, sich verlässliche Partner zu suchen. Denn angesichts der großen Herausforderungen sind belastbare Mehrheiten wichtig. Ein Bündnis, das nicht nur haarscharf über 50 Prozent liegt. Deshalb ist die Kenia-Koalition – eine Rathaus-Regierung mit Grünen, SPD und CSU – auf alle Fälle einen Gedanken wert.SASCHA.KAROWSKI@OVB.NET