Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor Bestrebungen der Bundesregierung, die Rückkehr eines Großteils der in Deutschland lebenden Syrer in den kommenden Jahren zu forcieren. „Syrische Ärzte stellen die größte Gruppe unter den ausländischen Ärzten in Deutschland dar“, sagte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Henriette Neumeyer dem „RND“. „Sie haben damit eine erhebliche Bedeutung für die Gesundheitsversorgung.“ Ende 2024 hätten 5.745 syrische Ärztinnen und Ärzte in deutschen Krankenhäusern gearbeitet, erklärte Neumeyer. Auch in der Krankenpflege seien syrische Fachkräfte von größter Bedeutung. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft gehe von mehr als 2.000 syrischen Pflegekräften in deutschen Kliniken aus. „Würden diese Fachkräfte wieder das Land verlassen, hätte das spürbare Auswirkungen auf die Versorgung“, warnte Neumeyer. „Eine Rückkehr zu forcieren wäre aus Sicht der Gesundheitsversorgung nicht produktiv.“