Jerusalem/Washington – Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die mit dem Libanon ausgehandelte zehntägige Waffenruhe als Chance für eine dauerhafte Friedenslösung bezeichnet. „Wir haben die Gelegenheit für ein historisches Friedensabkommen mit dem Libanon“, sagte Netanjahu am Abend.
Zugleich verwies er darauf, dass eine Entwaffnung der Hisbollah-Miliz im Libanon die Bedingung Israels für jedwedes Abkommen sein werde. Weiter führte er aus, dass sich die israelischen Streitkräfte im Süden des Libanon in einem Grenzstreifen festsetzen würden, der zehn Kilometer tief in das Land reichen werde.
Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Vereinbarung bekannt gegeben. Um „Frieden zwischen ihren Ländern zu erreichen“, hätten der libanesische Präsident Joseph Aoun und Netanjahu dieser Waffenruhe zugestimmt. Trump lud beide zu einem Treffen ins Weiße Haus ein.
Am Abend kündigte ein libanesischer Abgeordneter an, die Hisbollah werde sich unter Bedingungen an die Waffenruhe halten. Voraussetzung sei, „dass es sich um eine umfassende Einstellung der Kampfhandlungen gegen uns handelt“.