München – Nach dem Wirbel in der Bundespartei beginnt auch in der bayerischen FDP das Stühlerücken. Am Samstag und Sonntag kommt die FDP Bayern in Ingolstadt zu ihrem Landesparteitag zusammen. Auf der Tagesordnung steht auch die Wahl eines neuen Landesvorsitzenden, nachdem Michael Ruoff nach gerade einmal acht Monaten im Amt seinen Rückzug verkündet hatte.
Für seine Nachfolge haben bisher vier Männer ihren Hut in den Ring geworfen. So will Hans-Peter Posch (62), der Vorsitzende des Kreisverbands Aichach-Friedberg, die FDP als Chef wieder in den Landtag führen. „Die FDP Bayern braucht wieder eine klare, verständliche Sprache“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“. Konkurrenz bekommt Posch von zwei Münchnern: Moritz Fingerle (40) und Aljoscha Lubos (34). Fingerle ist stellvertretender Vorsitzender der FDP München und verkündete mit Posch als Erstes seine Kandidatur. Lubos ist als geschäftsführender Direktor der Dr. Lubos Kliniken in München tätig.
Und dann ist da noch Matthias Fischbach (37) aus Erlangen. Fischbach ist bereits stellvertretender Landesvorsitzender und gilt als erfahrenster Kandidat. Auch weil er bereits im Landtag saß und parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion war. Laut „Staatsanzeiger“ zögerte er mit seiner Bewerbung, da er beruflich gefordert sei mit seinem IT-Unternehmen. Jetzt freue er sich darauf und wolle der FDP wieder auf die Beine helfen. In Stein gemeißelt ist die Liste nicht – noch in Ingolstadt dürfen sich weitere Bewerber melden.HUD