Fremde Meinungen ärgern Grünen-Wähler
Frankfurt – Wähler der Grünen tun sich schwerer als die Anhänger anderer Parteien, fremde Meinungen zu akzeptieren. Das ist das Ergebnis einer Allensbach-Umfrage im Auftrag der „FAZ“. 28 Prozent gaben an, sich aufzuregen, wenn jemand anders eine andere Meinung vertrete. Wähler der AfD folgen mit 24 Prozent. Am tolerantesten sind Anhänger von SPD (18) und Union (19). Der Durchschnitt unter allen Befragten lag bei 21 Prozent.
Carl Gustaf zu Besuch in der Ukraine
Lwiw – Der schwedische König Carl XVI. Gustaf ist im westukrainischen Lwiw eingetroffen. Ein Video des schwedischen Senders SVT zeigt, wie er dort den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj trifft. Der schwedischen Regierung zufolge ist dies der erste Besuch eines Monarchen in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges. In einer kurzen Ansprache sagte Carl Gustaf: „Sie haben unsere volle Unterstützung.“
Orbán will Fidesz „vollständig erneuern“
Budapest – Ungarns scheidender Ministerpräsident Viktor Orbán hat eine „vollständige Erneuerung“ seiner rechtsnationalistischen Fidesz-Partei angekündigt. „Wir können nicht so weitermachen“, sagte er in seinem ersten Interview seit seiner Wahlniederlage, das live via Youtube übertragen wurde. „Eine vollständige Erneuerung ist notwendig.“ Dies gelte nicht nur für seine Partei, sondern auch für die anderen Kräfte im rechten Lager.
ICE-Direktor gibt sein Amt ab
Washington – Der kommissarische Direktor der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE, Todd Lyons, wird Ende Mai zurücktreten. Das teilte der für Innere Sicherheit zuständige Heimatschutzminister Markwayne Mullin mit. Lyons habe eine Schlüsselrolle dabei gespielt, der Regierung von US-Präsident Donald Trump zu helfen, „Mörder, Vergewaltiger, Pädophile, Terroristen und Bandenmitglieder aus amerikanischen Gemeinden zu entfernen“. Trump nutzt die Behörde, um seine Pläne zur massenhaften Abschiebung von Migranten durchzusetzen. Nach dem Tod von zwei US-Demonstranten war der ICE-Einsatz abgebrochen worden.
Myanmar: Haftstrafe von Suu Kyi reduziert
Naypyidaw – Eine Woche nach seiner Vereidigung als formal ziviler Präsident hat Myanmars Staatschef Min Aung Hlaing eine Amnestie für tausende Gefangene und die Umwandlung von Todesurteilen in lebenslange Haftstrafen verkündet. Zudem wurde die Reduzierung der Haftstrafen für andere Gefangene bekannt gegeben, was auch für die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gilt. Ihre langjährige Haftstrafe wurde um ein Sechstel reduziert. Der frühere Präsident Win Myint kam frei.