Berlin – Rente als „Basisabsicherung“ – mit dieser Äußerung sorgt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) innerhalb der Koalition weiter für Unverständnis. SPD-Chefin Bärbel Bas warf dem Kanzler am Mittwochabend in der ARD vor, er vermittle den Menschen den Eindruck, dass sie „nicht mal mehr eine anständige Rente“ bekämen. Dies sei „nicht in Ordnung“.
Merz hatte am Montag bei einer Veranstaltung des Bankenverbands gesagt, die Rente könne künftig „allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter“. Bas zeigte sich verwundert über den von Merz verwendeten Begriff „Basisabsicherung“. Vom Kanzler sei „der Eindruck vermittelt worden, als sollen die Menschen alles jetzt privat absichern“, sagte die SPD-Co-Chefin in der ARD-Sendung „Maischberger“. „Ich habe die Formulierung nicht verstanden.“
Der CDU-Arbeitnehmerflügel appellierte an den Kanzler, die Bürger in den aktuellen Reformdebatten nicht weiter zu verunsichern. „Wir müssen aufhören, den Menschen Angst zu machen“, sagte der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Dennis Radtke, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Aktuelle Rentner seien nicht betroffen und nicht gemeint, fühlten sich aber trotzdem angesprochen und machten sich Sorgen, sagte Radtke.
IG-Metall-Chefin Christiane Benner nannte Merz‘ Rentenäußerung gegenüber der „SZ“ „unverantwortlich“ und kündigte im Fall von Rentenkürzungen Proteste an.