Kubicki: Ruhestand bei Wahl-Niederlage
Berlin – FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat im Fall seiner Niederlage bei der Wahl zum Parteivorsitz seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. „Sollte die Partei mich nicht wählen, akzeptiere ich das“, sagte er dem Portal t-online. „Dann gehe ich tatsächlich auch mal aufs politische Altenteil, trinke mein Glas Wein und gucke mir die Entwicklung der Partei dann in Ruhe weiter an.“ Die EU-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnte davor, die Partei nach rechts zu verschieben. „Unsere Aufgabe ist es, die politische Mitte zu stärken“, sagte sie der Funke-Gruppe. Kubicki hatte sich kritisch zur Brandmauer zur AfD geäußert.
Todesstrafe: USA will Erschießungen erlauben
Washington – In den USA sollen verurteilte Straftäter nach dem Willen des Justizministeriums auf Bundesebene wieder durch Erschießen hingerichtet werden dürfen. In einem entsprechenden Regierungsbericht spricht sich Justizminister Todd Blanche dafür aus, dass auch andere Hinrichtungsoptionen erwogen werden sollten. Ex-Präsident Joe Biden hatte 2021 ein Moratorium verhängt.
US-Soldat: Insiderwissen bei Maduro-Festnahme?
Washington – Ein US-Soldat ist wegen des mutmaßlichen Platzierens einer Wette mit Hilfe von vertraulichen Informationen auf die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen worden. Der 38-Jährige soll auf der Prognosemarkt-Plattform Polymarket mehr als 400.000 Dollar (342.000 Euro) verdient haben. Er war den Justizbehörden zufolge an der Planung und Ausführung des Einsatzes zur Festnahme Maduros beteiligt.
„Höllenloch“: Indien sauer auf Trump
Neu-Delhi – Indien hat US-Präsident Donald Trump für einen Beitrag in seinem Onlinedienst Truth Social scharf kritisiert, in dem Indien als „Höllenloch“ bezeichnet wird. Er sei „unangemessen“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Trump hatte einen Artikel verlinkt, der offenbar auf einen konservativen Podcaster zurückgeht. In dem Text wird das verfassungsmäßige Recht angeprangert, nach dem alle auf US-Boden Geborenen die US-Staatsbürgerschaft erhalten. „Jedes Baby wird hier sofort zum Staatsbürger, und dann holen sie die ganze Familie aus China, Indien oder einem anderen Höllenloch hierher“, heißt es dort.
Hängepartie bei Kampfjet-Projekt FCAS
Nikosia – Die Hängepartie beim Rüstungsprojekt FCAS geht weiter. Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron delegierten das Thema beim EU-Gipfel wieder an die Verteidigungsminister. Die beteiligten Unternehmen Dassault (Frankreich), Airbus Deutschland und Indra (Spanien) sind sich über den Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeugs bisher nicht einig geworden.