Reizklima: Präsident Javier Milei. © Robayo/AFP
Buenos Aires – In Argentinien knirscht es gewaltig zwischen den Medien und dem libertären Präsidenten Javier Milei. Der ließ nun allen akkreditierten Pressevertretern vorerst den Zutritt zum Regierungssitz Casa Rosada verwehren. Begründet wurde der ungewöhnliche Schritt mit Spionagevorwürfen. Laut einem Bericht der Zeitung „Página 12“ sollen den betroffenen Journalisten überdies – als vorbeugende Maßnahme – Fingerabdrücke abgenommen werden.
Die Regierung wirft ihnen vor, sicherheitsrelevante Fotos aus der Casa Rosada unzulässig verbreitet zu haben. „Die Casa Rosada ist weder ein Fernsehstudio noch ein Filmset“, erklärte Regierungssprecher Javier Lanari. „Sie ist der Sitz der Exekutive und ein Ziel von nationaler Bedeutung. Die Achtung der Regeln und Institutionen ist nicht optional. Wer Meinungsfreiheit mit Zügellosigkeit verwechselt, um die Sicherheit des Präsidenten und des Regierungsgebäudes zu gefährden, muss sich vor der Justiz verantworten“, so Lanari.