Freiwillige Beiträge für die Rente

von Redaktion

Hunderttausende zahlen zusätzlich in die gesetzliche Kasse ein

Freiwillige Vorsorge liegt im Trend. © Gutierrez-Juarez/dpa

Berlin – Freiwillige Beitragszahlungen können die spätere Rente erhöhen oder sogar erst den Anspruch darauf sichern. Allein im Jahr 2024 nutzten rund 180.000 Menschen diese Möglichkeit und zahlten jenseits der Pflichtversicherung in die gesetzliche Rentenkasse ein. Das teilte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) gestern in Berlin mit. Etwa 64 Prozent entschieden sich dabei für den Mindestbeitrag von aktuell 112,16 Euro im Monat. Insgesamt kamen so 688 Millionen Euro zusammen. 3211 Versicherte leisteten Nachzahlungen für Ausbildungszeiten und weitere 48.000 investierten, um drohende Rentenabschläge – etwa bei einem vorzeitigen Ruhestand – auszugleichen. Hierfür wurden 743 Millionen Euro aufgebracht.

Hier zeigt sich ein klarer Trend: Trotz Debatten über ein höheres Renteneintrittsalter bleibt der Wunsch nach einem früheren Ruhestand stark. Von den rund 937.000 Menschen, die 2024 neu in Rente gingen, schieden fast zwei Drittel vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Rund 30 Prozent gelang dieser Schritt sogar ohne finanzielle Einbußen. Allerdings weist DRV-Experte Nico Höxbroe darauf hin, dass der Ausgleich von Rentenminderungen mit erheblichen Kosten verbunden ist und „nicht dem Durchschnitt entspricht“.SBE

Artikel 7 von 11