Trump attackiert Merz: „Hat keine Ahnung“
Washington – Nach deutlicher Kritik von Kanzler Friedrich Merz an der US-Offensive gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump ihn massiv verbal angegriffen. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, schrieb Trump. Es sei kein Wunder, „dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!“. Eigentlich pflegen der Kanzler und der US-Präsident ein gutes Verhältnis zueinander. Zuletzt warf Merz der US-Regierung aber vor, keine Exit-Strategie für den Iran-Krieg zu haben. „Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung“, sagte er.
EU-Haushalt: Konfrontation mit Berlin
Straßburg – Das EU-Parlament geht in den Verhandlungen über den nächsten langfristigen Haushalt auf Konfrontationskurs zu Nettozahlerstaaten wie Deutschland. Die Abgeordneten sprachen sich in Straßburg mehrheitlich für einen Gemeinschaftshaushalt aus, der noch mal zehn Prozent mehr Geld umfassen würde als von der EU-Kommission vorgeschlagen. Bereits den Entwurf der Kommission hatten Berlin und Länder wie die Niederlande als inakzeptabel zurückgewiesen. Nettozahlerstaaten sind Länder, die mehr Geld in den EU-Haushalt einzahlen, als sie daraus zurückbekommen.
Ukraine droht Israel mit Sanktionen
Kiew – Die Ukraine verschärft den Ton gegen Israel im Streit über russische Lieferungen von Getreide aus besetzten ukrainischen Gebieten. Präsident Wolodymyr Selenskyj drohte mit Sanktionen gegen alle Beteiligten an dem Handel. „In jedem normalen Land ist der Kauf von gestohlenem Gut eine Straftat. Das gilt insbesondere für Getreide, das Russland gestohlen hat“, erklärte er.
Reformregierung in Rumänien vor dem Aus
Bukarest – In Rumänien droht der Sturz der prowestlichen Regierung unter Ministerpräsident Ilie Bolojan. Die oppositionelle rechtsextreme Fraktion AUR hat mit den bis vor Kurzem mitregierenden Sozialdemokraten (PSD) im Parlament einen Misstrauensantrag eingebracht. Sie protestieren damit gegen Bolojans Sparpolitik und einen geplanten Verkauf von Anteilen großer Staatsbetriebe. Beobachter glauben, dass der Misstrauensantrag nächste Woche angenommen wird.
„Wasser als Waffe“ im Gazastreifen
Genf – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wirft Israel vor, Wasser im Gazastreifen als Waffe genutzt zu haben. Der Zugang zu Wasser sei den Menschen „als Kollektivbestrafung“ systematisch vorenthalten worden, heißt es in einem Bericht. Israels Behörden hätten fast 90 Prozent der Wasser- und Abwasserinfrastruktur systematisch zerstört oder beschädigt, darunter Entsalzungsanlagen, Pipelines und Kanalisation. Israel weist das zurück.