Vapes: Streeck will strengere Aromaregeln

von Redaktion

München – Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), hat sich für strengere Regulierungen bei Vapes ausgesprochen. „Andere Länder haben Aromen stark eingeschränkt oder verboten, weil sie den Einstieg für Jugendliche erleichtern“, sagte Streeck unserer Zeitung. „Auch Deutschland muss sich fragen, warum Produkte mit Suchtpotenzial aussehen und schmecken dürfen wie Süßigkeiten.“

In Deutschland seien bereits 13 Zusatzstoffe identifiziert, „die aus guten Gründen verboten werden sollen, weil sie gesundheitliche Risiken bergen – zum Beispiel Krebs erzeugen oder die Lunge verkleben“. Ein Beispiel sei Sucralose, ein Zusatzstoff mit kühlendem oder süßendem Effekt, der in Vapes eingesetzt werde. Ein Verbot solcher Zusatzstoffe „würde einen großen Teil der Aromen betreffen“, meinte Streeck. „Aber das reicht nicht. Aromen lassen sich technisch immer wieder neu zusammensetzen.“ Das Problem sei strukturell. „Wir verbieten einzelne Stoffe, aber die Industrie kann Aromen über neue Kombinationen wiederherstellen“, so Streeck. „Als Beauftragter für Sucht- und Drogenfragen würde ich gerne weitergehen beim Aromaverbot.“

Ein vollständiges Aromaverbot, wie etwa in den Niederlanden, sei hierzulande allerdings „rechtlich deutlich schwieriger“, so der CDU-Politiker.AS

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