Miersch: „So kann man kein Kanzleramt führen“

von Redaktion

Berlin – SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat offen an der Kanzlerfähigkeit von Friedrich Merz gezweifelt. Bei einem Basisgespräch in Unna (Ruhrgebiet) erklärte Miersch laut dem „Rundblick Unna“, es sei „ein Riesenproblem“, dass Merz so ein impulsiver Mensch sei.

Als Beispiel habe der SPD-Politiker Merz‘ Äußerung zur Basisrente genannt. „So kann man eigentlich kein Kanzleramt führen.“ Der Bundeskanzler hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass die gesetzliche Rentenversicherung „allenfalls noch die Basisabsicherung für das Alter“ sein werde. Nach scharfer Kritik, teils auch aus den eigenen Reihen, bemühte er sich später um Schadensbegrenzung: „Es wird mit uns keine Kürzungen der gesetzlichen Renten geben.“

Auch die Äußerung von Merz, dass man mehr Respekt für Besserverdienende haben solle, habe ihn damals schon aufgeregt, so Miersch weiter. Merz hatte im September 2024 erklärt, in Deutschland dürfe Erfolg nicht weiter diskreditiert werden, sondern müsse als Beispiel dienen.

Artikel 5 von 11