Papst und Rubio: Vatikan und USA bestätigen Treffen

von Redaktion

Papst Leo XIV. winkt beim Angelus-Gebet. © KNA

Vatikanstadt – Der Vatikan hat offiziell bestätigt, dass US-Außenminister Marco Rubio an diesem Donnerstag Papst Leo XIV. treffen wird. Eine entsprechende Ankündigung verbreitete das vatikanische Presseamt am Montag. Demnach ist um 11.30 Uhr ein halbstündiges Gespräch im Vatikan vorgesehen. Für Freitag werden zudem Gespräche mit der italienischen Regierung in Rom erwartet. Italienische Medien hatten bereits am Wochenende unter Berufung auf anonyme Quellen im Vatikan über den Besuch berichtet.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte die geplanten Gespräche mit vatikanischen und italienischen Vertretern am Donnerstag. In einer Mitteilung heißt es: „Außenminister Marco Rubio wird vom 6. bis 8. Mai nach Rom reisen, um die bilateralen Beziehungen mit Italien und mit dem Vatikan voranzubringen.“ Rubio werde, so die Mitteilung weiter, im Vatikan über „die Lage im Nahen Osten und beiderseitige Interessen in der westlichen Hemisphäre“ sprechen.

„Gemeinsame Sicherheitsinteressen“

Die Treffen mit den italienischen Partnern würden sich auf „gemeinsame Sicherheitsinteressen und strategische Abstimmung konzentrieren“. Die US-Botschaft am Vatikan kommentierte die Ankündigung auf X mit den Worten: „Wir freuen uns auf Minister Rubio und sein Team in Rom, um die Beziehung zwischen den USA und dem Heiligen Stuhl weiter zu stärken.“

Die Beziehungen zwischen Washington und dem Vatikan, aber auch mit der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni, waren zuletzt angespannt. Anlass waren verbale Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf Papst Leo XIV., die Meloni als inakzeptabel bezeichnet hatte. Inhaltlich ging es um kritische Äußerungen des Papstes und von US-Kardinälen zur US-Migrationspolitik und zum Irankrieg.

Rubio, der Katholik ist, hatte den aus Chicago stammenden Papst zuletzt am 19. Mai 2025 nach dessen feierlichem Amtsantritt im Vatikan getroffen. In den verbalen Auseinandersetzungen zwischen Rom und Washington der vergangenen Wochen hatte sich Rubio im Unterschied zu Trump und dessen Vize JD Vance deutlich zurückgehalten.KNA

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