München – Die bayerischen FDP-Delegierten wollen mit bisher knapper Mehrheit Wolfgang Kubicki als Bundeschef sehen. Das ergab ein internes Stimmungsbild unter den 88 stimmberechtigten Parteitagsdelegierten. Nach Informationen unserer Zeitung sprachen sich 60 Prozent für Kubicki aus, 40 Prozent für den nordrhein-westfälischen FDP-Landeschef Henning Höne. Einige Delegierte sind noch unentschlossen.
Leicht fiel die Entscheidung nicht. Höne war Gastredner des Landesparteitags vor gut drei Wochen, hinterließ einen guten Eindruck. Kubicki tritt allerdings im Doppel mit dem designierten Generalsekretär Martin Hagen an, einem Oberbayern. „Für uns war die Frage sehr spannend, wie sich die Delegierten verhalten“, sagt der neue Landeschef Matthias Fischbach, der die digitale und anonymisierte Vor-Wahl angeregt hatte. „Das Rennen ist offen.“ Er selbst legt sich nicht eindeutig fest, betont aber, er habe „Sympathie für das Duo Hagen/Kubicki“.CD/HOR