München – Das Verteidigungsministerium hat die Standorte für die 24 Zentren bekannt gegeben, in denen ab Mitte 2027 die Musterung für den neuen Wehrdienst stattfinden soll. Allein vier Zentren werden in Bayern angesiedelt sein – allerdings keines in Oberbayern. Den Zuschlag erhalten haben Nürnberg, Kempten, Regensburg und Würzburg.
Für die Entscheidung, wo die Zentren angesiedelt werden, wurden laut Ministerium Daten der statistischen Bevölkerungsverteilung ausgewertet. Ziel war es, Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und potenziell großem Bewerberaufkommen auszuwählen. In den Musterungszentren wird die grundsätzliche Eignung der Bewerber geprüft. Ihre Beratung und Betreuung findet in 15 Karrierecentern statt, denen die Musterungszentren zugeordnet sind. In jedem Zentrum werden rund 50 zivile Stellen geschaffen.
Die Bundeswehr will die Truppenstärke bis Mitte der 30er-Jahre auf 260.000 erhöhen (aktuell rund 186.000). Seit Jahresbeginn verschickt sie Fragebögen an junge Männer, um Eignung und Interesse zu erfassen. Die Rücksendung ist verpflichtend, dennoch haben 28 Prozent bisher nicht geantwortet. Ihnen drohen 250 Euro Bußgeld. Einem RND-Bericht zufolge signalisierten bislang rund die Hälfte der Antworten Interesse, Wehrdienst zu leisten.MB