Robert Fico, Ministerpräsident der Slowakei. © dpa
München – Der linksnationale slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in der Münchner Staatskanzlei getroffen. Fico hält sich demnach derzeit ohnehin in Bayern auf. „Der Termin war ein reiner Arbeitsbesuch und kam auf Wunsch der slowakischen Seite zustande“, sagte ein Sprecher. Das Gespräch in der Staatskanzlei habe in enger Abstimmung mit der Bundesregierung stattgefunden. Söder habe in dem Gespräch beider Delegationen intensiv dafür geworben, dass die Slowakei einen proeuropäischen Kurs verfolge, hieß es. Ficos kürzlich angekündigter Besuch in der Ukraine werde aus bayerischer Sicht vorsichtig als positives Signal gewertet. Fico war zuletzt wegen seiner Ukraine-kritischen Position auch im eigenen Land in die Kritik geraten. Im Februar hatte die slowakische Regierung einen „Erdöl-Notstand“ ausgerufen, weil seit einem Monat kein russisches Öl mehr über die Ukraine geliefert worden war.