KOMMENTAR

Das US-Geklüngel mit Separatisten

von Redaktion

Bosnien-Herzegowina

Rückblickend gab es die ersten Anzeichen schon Anfang 2025, kurz nachdem Donald Trump seine zweite Amtszeit antrat. Damals reiste sein einstiger Anwalt und Vertrauter, Rudy Giuliani, nach Bosnien-Herzegowina und unterstützte unverhohlen den Serben-Führer Milorad Dodik bei seinem separatistischen Wahlkampf.

Heute, über ein Jahr später, haben die USA ihrer Gegenposition zu den Vereinten Nationen und der EU neuen Ausdruck verliehen – ganz im Sinne der Kreml-Freunde in Osteuropa. Nachdem Trumps Buddy Viktor Orbán neuerdings über keine Macht mehr in Ungarn verfügt, wirkt das verstärkte Geklüngel mit Dodik wie eine gezielte Strategie, um trotzdem noch Einfluss und Geschäfte in (Ost-)Europa möglich zu machen.

Ein neuer Hoher UN-Repräsentant, der vermutlich brav im Sinne der USA agieren wird, bedeutet einen fortschreitenden Separatismus und damit mehr Instabilität für den EU-Beitrittskandidaten. Höchste Zeit, dieses Amt von Grund auf unter die Lupe zu nehmen. Denn die Macht, Gesetze erlassen und Minister entlassen zu können, scheint ohne limitierte Amtszeit, nicht mehr zeitgemäß.

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