Freunde: Ex-Kanzler Schröder und Kreml-Chef Putin. © dpa
Brüssel – Die von Kreml-Chef Wladimir Putin vorgeschlagene Einbindung von Altkanzler Gerhard Schröder in Ukraine-Verhandlungen stößt in der EU und in der Ukraine auf klare Ablehnung. „Wenn wir Russland das Recht geben würden, in unserem Namen einen Verhandlungsführer zu benennen, wäre das nicht sehr klug“, sagte die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas bei einem EU-Außenministertreffen. Es sei klar, warum Putin Schröder haben wolle: „Dann säße er gewissermaßen auf beiden Seiten des Tisches.“ Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte: „Wir unterstützen das nicht.“ Es gebe „viele andere würdige Führungspersönlichkeiten“, die für die EU verhandeln könnten. Auch Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sagte, die Entscheidung über einen Verhandler werde die EU treffen, nicht Russland. Putin hatte am Wochenende gesagt: „Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen.“DPA