IN KÜRZE

von Redaktion

USA: Israel und Libanon verlängern Waffenruhe

Beirut/Tel Aviv – Die noch bis Sonntag geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verlängert werden. Das teilte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, mit. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. Pigott kündigte zudem eine weitere Gesprächsrunde zwischen beiden Seiten am 2. und 3. Juni an. Israel und die Hisbollah hatten sich Mitte April auf eine Waffenruhe geeinigt, diese aber mehrfach gebrochen.

AfD plant Umbau in Landesverwaltung

Magdeburg – Der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, will bei einer Regierungsübernahme Stellen in der Landesverwaltung und in landeseigenen Gesellschaften neu besetzen. „Hier scheint eine Zahl von 150 bis 200 Stellen realistisch“, sagte Siegmund der „Mitteldeutschen Zeitung“. Gemeint sind Leitungsposten auf der Arbeitsebene und Chefposten anderer Einrichtungen des Landes. Innerhalb der AfD gibt es wohl Befürchtungen, Beamte könnten die Arbeit einer AfD-Regierung blockieren.

Russisches Gericht fordert 200 Milliarden Euro

Moskau – Ein Gericht in Moskau hat der milliardenschweren Schadenersatzklage der russischen Zentralbank gegen Euroclear stattgegeben. Der belgische Finanzdienstleister müsse 18,17 Billionen Rubel (200 Milliarden Euro) zahlen, urteilte es in erster Instanz laut dem Wirtschaftsportal RBK. Euroclear verwaltet den Großteil des wegen des Ukraine-Kriegs in der EU festgesetzten russischen Vermögens. Experten glauben, dass so der Weg für Maßnahmen gegen europäisches Kapital in Russland freigemacht werden soll.

Mehrheit will Regierung ohne Netanjahu

Jerusalem – Eine Mehrheit der Israelis hofft im Fall von Neuwahlen auf eine Zukunft ohne Benjamin Netanjahu. 55 Prozent der Befragten einer Umfrage des Lazar-Research-Instituts wollen, dass der Regierungschef nicht erneut antritt, das Gegenteil wünschen sich 38 Prozent. Würde jetzt gewählt, käme der amtierende Koalitionsblock auf nur noch 49 der erforderlichen 61 Mandate, die Opposition käme auf 61 der 120 Sitze. Stärkste Kraft wäre mit 26 Sitzen die neue Partei Bejachad („Zusammen“) der Ex-Ministerpräsidenten Naftali Bennett und Yair Lapid, gefolgt von Netanjahus Likud mit 25 Sitzen.

Bericht: Saudis und Emirate greifen Iran an

Riad/Abu Dhabi – Als Vergeltung für iranische Angriffe sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate Ziele im Iran attackiert haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass die zwei arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die „New York Times“. Über Zeit und Ziele der Attacken gab es keine Angaben.

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