Höne: Verzicht war schwerste Entscheidung
Düsseldorf – Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne hat den Verzicht auf seine Kandidatur für den Bundesvorsitz als die mit Abstand schwierigste Entscheidung seines politischen Lebens bezeichnet. Nun habe die FDP bei ihrem Bundesparteitag Ende Mai die Chance, zusammenzuführen, so Höne. „Das Comeback der Partei ist keine Aufgabe für mal eben und auch nicht für eine gespaltene Partei, sondern kann nur mit der gesamten Partei gelingen.“
AfD verhängt 5000 Euro Strafe für Moosdorf
Berlin – Die Spitze der AfD-Bundestagsfraktion hat Ordnungsmaßnahmen gegen den sächsischen Abgeordneten Matthias Moosdorf verhängt. Der frühere außenpolitische Sprecher der Fraktion soll 5000 Euro Ordnungsgeld zahlen, darf sechs Wochen lang nicht im Bundestag sprechen und für drei Monate nicht auf Fraktionsveranstaltungen auftreten. Hintergrund sind Meinungsverschiedenheiten über den politischen Kurs und gegenseitige persönliche Angriffe.
Moskau klagt über Angriffe auf AKW
Moskau – Die Lage rund um das von Moskau besetzte und kontrollierte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja spitzt sich aus russischer Sicht bedrohlich zu. „Wir nähern uns immer mehr einem Punkt, ab dem es kein Zurück mehr gibt“, sagte Alexej Lichatschow, Leiter des Moskauer Atomkonzerns Rosatom. In der vergangenen Zeit häuften sich mutmaßlich ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf das Kraftwerksgelände. Lichatschow betonte, dass „dieses Spiel mit dem Feuer“ vor allem für Osteuropa gefährlich werden könne.
Nobelpreisträgerin aus Klinik entlassen
Teheran – Die zuvor inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Nach Angaben ihrer Stiftung sei Mohammadi am Sonntag nach Hause geschickt worden. In den kommenden Wochen solle sie weitere medizinische Verfahren durchlaufen. Zum Verlauf ihrer Haftstrafe war zunächst nichts bekannt. Die Nobelpreisträgerin war vor einer Woche aus der Stadt Sandschan, wo sie inhaftiert war, in ein Krankenhaus in Teheran verlegt worden. Dort sei ein Fortschreiten ihrer Gefäßerkrankung festgestellt worden.
Israel stoppt erneut Hilfsschiff für Gaza
Jerusalem – Die israelische Armee ist erneut gegen eine Hilfsflotte für den Gazastreifen vorgegangen. Vier israelische Schiffe hätten Boote westlich von Zypern an der Weiterfahrt gehindert, teilte die Organisation Global Sumud Flotilla mit. Einige der Schiffe, die im türkischen Marmaris gestartet waren, hätten aber weiterfahren können. Das türkische Außenministerium warf Israel einen „neuen Akt der Piraterie“ vor.