Berlin – Nach der Entscheidung für den Kandidaten Wolfgang Kubicki im Machtkampf um die künftige FDP-Spitze hat die Partei in Umfragen leicht zugelegt. Im Sonntagstrend für die „Bild am Sonntag“ gewinnt sie einen Prozentpunkt und kommt auf vier Prozent – damit würde sie aktuell aber trotzdem an der Fünfprozenthürde scheitern. Stärkste Kraft bleibt die AfD mit 29 Prozent gefolgt von der Union mit unverändert 22 Prozent.
Die Grünen kommen in der Umfrage erneut auf 14 Prozent, die SPD erreicht zwölf Prozent. Die Linke legt um einen Punkt auf elf Prozent zu. Das BSW kommt auf drei Prozent und würde derzeit ebenfalls an der Fünfprozenthürde scheitern. Befragt wurden vom Institut Insa vom 18. bis zum 22. Mai 1203 Wahlberechtigte. Kubickis bisheriger Mitbewerber um den FDP-Parteivorsitz, NRW-Landeschef Henning Höne, hatte sich Mitte Mai aus dem Rennen zurückgezogen. Er will nun als Stellvertreter gemeinsam mit Kubicki die Liberalen aus dem Umfragetief holen.
In der Umfrage äußerten zudem viele Menschen Zweifel an der Verteidigungsfähigkeit. Hier schlossen sich nur 17 Prozent der Befragten der Aussage an, daran zu glauben, dass die Bundeswehr Deutschland im Angriffsfall ausreichend verteidigen könnte. 72 Prozent gingen demnach eher oder gar nicht davon aus. 38 Prozent sorgen sich vor einem russischen Angriff auf Deutschland.AFP