US-Attacken trotz Waffenruhe

von Redaktion

Auch Israel intensiviert Angriffe – Angst vor neuer Eskalation

Washington/Teheran – Neue Angriffe im Iran und im Libanon überschatten die Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs in Nahost. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben iranische Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der Straße von Hormus Minen verlegen wollten. Es habe sich um „Angriffe zur Selbstverteidigung“ gehandelt, sagt ein US-Militärsprecher. Die iranischen Revolutionsgarden warnten vor jedem Bruch der Waffenruhe und pochten auf ihr Recht auf Gegenschläge.

Zugleich hat Israel seine Angriffe auf Ziele im Libanon wieder intensiviert. Insgesamt wurden laut israelischem Militär gut 100 Hisbollah-Ziele im Süden des Landes angegriffen, im Libanon war von zwölf Toten die Rede. Dort wächst die Sorge vor einer Eskalation. In Beirut surren seit Montag wieder extrem laut die israelischen Drohnen. Zahlreiche Bewohner aus den südlichen Vororten der Hauptstadt verließen in der Nacht aus Angst vor israelischen Angriffen ihre Häuser.

Beobachter befürchten, dass eine weitere Intensivierung der Kämpfe auch die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran erschweren könnte. Teheran besteht darauf, dass das angepeilte Rahmenabkommen sowohl den Krieg mit den USA und Israel als auch den Konflikt Israels mit der Hisbollah umfassen müsse.

Von beiden Seiten gab es zuletzt Aussagen über den möglichen Abschluss eines Abkommens zur Beendigung des Kriegs. Darin soll es auch um die aktuell praktisch blockierte Straße von Hormus gehen. „Es gibt momentan viel Hin und Her über bestimmte Formulierungen im ursprünglichen Dokument, das wird also ein paar Tage dauern“, zitierte die „New York Times“ US-Außenminister Marco Rubio. Präsident Trump werde „entweder einen guten Deal, oder keinen Deal machen“.DPA

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