Ost-Rentner bekommen tausende Euro weniger

von Redaktion

Berlin/Dresden – Rentner in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben im Schnitt mehrere tausend Euro weniger Einkommen im Jahr zur Verfügung als in den West-Bundesländern. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die das Bündnis Sahra Wagenknecht erfragte. „Das ist für Ostrentner ein skandalöser Rückstand. Von einer Renteneinheit sind wir auch 36 Jahre später meilenweit entfernt“, sagte Wagenknecht.

In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern werden im Herbst neue Landtage gewählt, das zunächst starke BSW kämpft inzwischen mit schlechten Umfragewerten.

Laut Statistischem Bundesamt bekamen im vergangenen Jahr Frauen und Männer ab 65 Jahren in Sachsen im Schnitt 25.202 Euro. In Sachsen-Anhalt waren es 25.090 und in Thüringen 26.032 – im Westen dagegen 29.577 Euro. Bei Frauen fällt das Einkommen geringer aus.

Die Summen beschreiben das sogenannte Nettoäquivalenzeinkommen. Dahinter verbirgt sich ein statistisches Pro-Kopf-Einkommen. Es macht den tatsächlichen Lebensstandard von Haushalten unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung vergleichbar, da Positionen wie die gemeinsam getragene Miete und der geringere Konsumbedarf von Kindern berücksichtigt werden.

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