zur Debatte der CSU über Markus Söder und einen möglichen Kanzlertausch:
„Söder müsste erkennen, dass seine alten Stärken, die ihn dorthin gebracht haben, wo er heute ist, an Wirkkraft verloren haben. Dass er ,klassische Rituale‘ wirklich hinter sich lassen muss, um das Land zusammenzuhalten. Und dass Kritik an ihm nicht per se ein an Majestätsbeleidigung grenzender Angriff ist, sondern die Chance, sich persönlich, inhaltlich und strategisch weiterzuentwickeln. Ob Söder diesen Wandel hinbekommt? Falls ja, wird ihm das viel abverlangen. Falls nein, geht er schweren Zeiten entgegen.“FRANKENPOST (HOF)
„Entgegen den Spekulationen, die im dauererregten Berlin die Runde machen, ist es unwahrscheinlich, dass Bundeskanzler Merz in nächster Zeit abgelöst wird. Noch ist die CDU nicht an dem Punkt, an dem sie ernsthaft über das Stürzen des eigenen Kanzlers nachdenken würde, das mit großen Risiken verbunden wäre. Auch steht kein Ersatzmann zur Verfügung, der sich auf ein solches Abenteuer einließe. Hendrik Wüst, der noch alle Zeit der Welt hat, ist dazu viel zu vorsichtig. Und Markus Söder, der mindestens so gerne Kanzler werden würde, muss erst einmal darum kämpfen, Ministerpräsident und CSU-Chef bleiben zu können. Denn auch in der CSU herrscht große Unzufriedenheit über das, was in Berlin – nicht – passiert, vor allem aber wegen der eigenen Lage in Bayern.“FAZ
„Zu erkennen, dass Merz mit seiner Aufgabe überfordert ist, fällt nicht schwer. Doch mitten in der schwierigsten Reformphase den Kanzler auswechseln zu wollen, hieße, die schwarz-rote Koalition zu sprengen und Neuwahlen zu provozieren. Das würde beim gesamtdeutschen Aufwind für die AfD bedeuten, die Situation vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern auf den Bundesmaßstab zu übertragen.“VOLKSSTIMME (MAGDEBURG)