Auch wenn das Nein des US-Repräsentantenhauses zu Donald Trumps Iran-Krieg wegen des Vetorechts des Präsidenten nur symbolisch wirkt: Die Abstimmungsniederlage zeigt, dass sich die republikanischen Abgeordneten zunehmend von ihrem MAGA-Guru abwenden. Das hat viele Gründe: Trump setzt bei den Vorwahlkämpfen auf radikale Kandidaten, die amtierenden Abgeordneten den Sitz wegnehmen sollen – damit ist es mit der Loyalität der „Alten“ bis zu den Zwischenwahlen natürlich vorbei.
Aber dazu kommt, dass immer mehr Republikaner spüren, dass Trump den Zenit seiner Macht überschritten hat. Miese Umfragewerte, Niederlagen vor Gericht, das Mullah-Regime, das ihm auf der Nase herumtanzt: Der Egomane im Weißen Haus ist angeschlagen. Zu viel Nähe zum Präsidenten ist da für die eigenen Ambitionen schädlich. Der Machtkampf um den künftigen Kurs der Republikaner zwischen rechten Isolationisten und moderateren Konservativen ist längst entbrannt.KLAUS.RIMPEL@OVB.NET