Merkel strebt kein politisches Amt mehr an
Berlin – Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt kein politisches Amt mehr an. „Hinter mir liegt ein wirklich erfülltes politisches Leben. Die Kraft, die Spannkraft und die Neugierde für neue Ämter habe ich nicht“, sagte Merkel der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Was da herumgeistere, seien Spielereien. Sie wies auch Überlegungen zurück, sie könne im russisch-ukrainischen Konflikt vermitteln.
Taliban blockieren Abschiebung nach Kabul
Berlin – Eine ursprünglich für Ende Mai vorbereitete Sammelabschiebung von ausreisepflichtigen Männern nach Afghanistan ist abgesagt worden, weil die Taliban-Machthaber nicht kooperiert haben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll die Rückführung jedoch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Ein Termin dafür steht aber nicht fest.
Kriegsverbrechen: Paris ermittelt gegen Tel Aviv
Paris – Nach Berichten über die Misshandlung französischer Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte hat die französische Justiz Vorermittlungen wegen mutmaßlicher Folter und Kriegsverbrechen eingeleitet. Dabei gehe es um den Umgang der israelischen Behörden mit den Aktivisten, teilte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hatte die Justiz eingeschaltet, nachdem der rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir Videos veröffentlicht hatte, auf denen dutzende Aktivisten gefesselt und auf Knien auf dem Deck eines Militärschiffs zu sehen waren.
Über 50.000 Opfer von NS-Unrecht eingebürgert
Berlin – Seit 2021 sind in Deutschland mehr als 50.000 Menschen eingebürgert worden, denen selbst oder deren Angehörigen einst aufgrund von NS-Unrecht die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen oder nicht erteilt wurde. Das geht aus Antworten des Bundesinnenministeriums auf parlamentarische Fragen der Linken hervor. Die Zahl der Menschen, die in diesem Zeitraum einen Antrag auf eine solche Wiedergutmachungseinbürgerung stellten, war demnach noch deutlich höher.
Trump streicht Konzerte bei US-Jubiläumsfeier
Washington – Nachdem einige Künstler von allein abgesagt haben, hat US-Präsident Donald Trump nun die gesamte Konzertreihe zum 250. Jubiläum der USA gestrichen. „Wir wollen keine talentlosen Sänger, die euch mit ihren hohen Gagen in den Schlaf wiegen – wir haben ihnen allen gesagt, sie sollen zu Hause bleiben“, teilte Trump mit. Stattdessen kündigte der Präsident „die größte Live-Kundgebung aller Zeiten“ am Vorabend der Jubiläumsfeierlichkeiten in Washington an, die zwischen dem 25. Juni und dem 10. Juli geplant sind.