Hegseth: „Invasion“ an Europas Küsten

von Redaktion

Verteidigungsminister Pete Hegseth salutiert bei einer Zeremonie am Friedhof. © dpa

Colleville-sur-Mer – US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei seiner Rede zum D-Day einen provokanten Vergleich zwischen der Landung der Alliierten 1944 und der heutigen Migration in die EU gezogen. An den Stränden in Spanien, Italien, Griechenland und Bulgarien kämen heute Menschen und Schiffe an, die „gefährliche Ideologien“ mit sich brächten, sagte Hegseth auf dem US-Friedhof in Colleville-sur-Mer beim Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie vor 82 Jahren. „Wann werden die europäischen Hauptstädte etwas gegen diese Invasion unternehmen, oder ist es bereits zu spät?“ Die Verbündeten hätten noch Zeit einzulenken.

Der Minderheitsführer der Demokraten im US-Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, kritisierte die Äußerungen des Republikaners scharf. „Tausende amerikanische Helden kamen am D-Day ums Leben, um die Freiheit zu verteidigen und den Faschismus zu besiegen. Pete Hegseth sollte das Gedenken an sie ehren und respektieren“, schrieb Jeffries auf der Plattform X. Das Gedenken dürfe nicht politisch instrumentalisiert werden, mahnte er.

Der sogenannte D-Day am 6. Juni 1944 markierte den Auftakt der Befreiung Frankreichs und Westeuropas von der Nazi-Herrschaft. Zur Streitmacht der Alliierten gehörten damals vor allem US-Amerikaner, Briten, Kanadier, Polen und Franzosen.

Die Regierung von Präsident Trump hat ihre europäischen Verbündeten wiederholt wegen angeblicher Gefahren durch eine „Invasion“ von Einwanderern kritisiert und wirft ihnen eine fehlgeleitete Migrationspolitik vor. Trump betreibt in den USA ein sehr hartes Vorgehen gegen Migranten.

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