Sanktionen kosten Putin 1,5 Billionen
Moskau – Westliche Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs haben Russland nach Angaben der EU-Außenbeauftragten schätzungsweise bereits 1,2 bis 1,5 Billionen Dollar (1,0 bis 1,3 Billionen Euro) gekostet. „Die Zahlen sprechen Bände“, sagte Kaja Kallas in Nikosia. Stein für Stein bringe man das Fundament von Russlands Kriegswirtschaft zum Einsturz. Zum Außenministertreffen am kommenden Montag liegen laut Kallas Vorschläge für Sanktionen gegen mehr als 80 weitere Akteure auf dem Tisch.
Armenien bleibt auf West-Kurs
Eriwan – In der Südkaukasusrepublik Armenien hat der prowestliche Regierungschef Nikol Paschinjan die Parlamentswahl gewonnen. Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission stimmten 49,8 Prozent für Paschinjans Partei Zivilvertrag. Stärkste oppositionelle Kraft wurde laut vorläufigem Endergebnis der prorussische Parteiblock Starkes Armenien von Milliardär Samwel Karapetjan mit 23,3 Prozent. Auf Rang drei landete Ex-Präsident Robert Kotscharjan mit seinem Parteienbündnis Armenien, das 9,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinigte. Kotscharjan werden beste Beziehungen zu Russlands Präsident Putin nachgesagt.
Ungarn: 40 Prozent niedrigere Diäten
Budapest – Die Abgeordneten in Ungarn haben am Montag für eine Kürzung ihrer Diäten um 40 Prozent gestimmt. Damit sollen die öffentlichen Finanzen entlastet werden. Ab Juli beträgt das Grundgehalt der ungarischen Abgeordneten umgerechnet 3690 Euro brutto. Damit ist es immer noch fast doppelt so hoch wie das landesweite Durchschnittsgehalt, aber niedriger als unter dem langjährigen Ministerpräsidenten Viktor Orban.
Krim: Ukraine greift Zug an
Kiew/Moskau – Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Passagierzug auf der Krim ist ein Lokführerassistent laut Behördenangaben getötet worden. Der Lokführer sei verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter auf der Krim mit. Der Personenzug sei auf der Strecke Moskau–Simferopol getroffen worden. „Fahrgäste blieben unverletzt“, teilte Statthalter Aksjonow mit. Der Verkehr wurde in der touristischen Hochsaison vorübergehend eingestellt.
Neue Runde der Klimagespräche
Bonn – Zum Auftakt internationaler Klimaverhandlungen in Bonn hat UN-Klimachef Simon Stiell zu größeren Anstrengungen bei der Senkung der Treibhausgasemissionen und mehr Engagement bei der Klimafinanzierung aufgerufen. Zur Eröffnung der zweiwöchigen Verhandlungen verwies Stiell auf die Risiken der Erderwärmung. Die Gespräche sollen die UN-Konferenz im November in Antalya vorbereiten.