Brüssel – Die irreguläre Migration in die EU ist laut offiziellen Angaben den fünften Monat in Folge gesunken. Bis Ende Mai deckten Behörden fast 39.000 unerlaubte Einreisen auf, fast 40 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die EU-Grenzschutz-Agentur Frontex am Freitag mitteilte. Die Zahlen wurden an dem Tag veröffentlicht, an dem das neue EU-Asylsystem Geas in Kraft trat.
Von Freitag an müsse jeder, der an den Außengrenzen Europas ankomme, nach denselben Standards identifiziert, registriert und überprüft werden, erklärte Frontex-Direktor Hans Leijtens. Frontex-Beamte unterstützen die EU-Staaten bei der Feststellung der Staatsangehörigkeit, der Erfassung biometrischer Daten und der Überprüfung von Dokumenten.
Das zentrale Mittelmeer und das östliche Mittelmeer waren die am stärksten frequentierten Routen seit Jahresbeginn. Dort fanden jeweils knapp ein Drittel aller irregulären Einreisen statt. Den deutlichsten Rückgang gab es auf der westafrikanischen Route zu den Kanarischen Inseln.