Fidesz bestätigt Orbán als Vorsitzenden
Budapest – Trotz der Niederlage bei der Parlamentswahl im April hält die ungarische Fidesz-Partei an ihrem Vorsitzenden Viktor Orbán fest. Beim Parteitag in Budapest wurde der Ex-Regierungschef mit 729 Stimmen und acht Enthaltungen wiedergewählt. Er schwor seine Partei nach 16 Jahren an der Regierung auf die Oppositionsarbeit ein. Keine Änderungen plant er mit Blick auf den nationalkonservativen Kurs. „Ich werde niemals aufgeben“, betonte Orbán in seiner kämpferischen Rede.
Steinmeier wirbt fürs Zuhören
Berlin – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wirbt für mehr Nachdenklichkeit in der öffentlichen Debatte und gegenseitiges Zuhören. „Schärfe ist noch keine Klarheit. Lautstärke ist noch kein Gedanke. Und viele Likes sind noch kein Beweis dafür, dass man richtig liegt“, sagte er beim Bundesfinale des Wettbewerbs „25 Jahre Jugend debattiert“ in Berlin. Diese Offenheit der Diskussion stehe unter Druck, vor allem durch die veränderte Diskussionsweise im Internet.
Tausende demonstrieren gegen Rassismus
Belfast – Im nordirischen Belfast haben am Samstag tausende Menschen gegen Rassismus protestiert. Sie reagierten damit auf die ausländerfeindlichen Proteste in den vergangenen Tagen, bei denen es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen war. Auslöser war die Veröffentlichung eines Videos eines brutalen Messerangriffs, für den ein sudanesischer Migrant verantwortlich gemacht wurde.
Iran: Cyber-Angriff auf staatliche Banken
Teheran – Nach einem Cyberangriff auf mehrere staatliche Banken im Iran sind elektronische Dienstleistungen massiv gestört worden. Online-Zahlungen fielen zeitweise vollständig aus. Der Banken-Koordinationsrat des Landes bestätigte laut Wirtschaftsportal Eghtesad-News die Vorfälle. Das Problem sei inzwischen aber behoben. Eine iranische Hackergruppe hatte bereits am Samstag einen Angriff angekündigt. Bereits 2022 war es während der Frauenproteste zu einem massiven Angriff auf die iranische Zentralbank gekommen. Die Hackerangriffe gelten als Form des digitalen Protests gegen das islamische System im Iran.
US-Kommando tötet Drogenboss
Washington – Der Anführer der venezolanischen Drogenbande Tren de Aragua ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bei einem US-Angriff getötet worden. Das für Lateinamerika zuständige US-Südkommando habe „einen schnellen und tödlichen kinetischen Schlag“ ausgeführt, um Niño Guerrero zu exekutieren“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Venezuela bestätigte kurz darauf die Tötung Guerreros.