KOMMENTAR

Vorausschauendes Parken

von Redaktion

Neue Ideen fürs Auto-Abstellen

Technik ist dazu da, uns das Leben zu erleichtern. Ob das immer gelingt, ist eine andere Frage. Und woran man da alles denken muss: Das zeigt sich am Thema Parkplätze. In München sind Stellflächen Mangelware – und es wird noch enger. Gut, dass es Ideen zur Entlastung gibt, etwa die Nacht-Vermietung von Supermarkt-Parkplätzen an Anwohner per Kennzeichen-Scanner und Handy-App, ohne Schranke.

Wie immer gilt aber auch hier: Wo der Segen ist, ist es nicht weit bis zum Fluch. Wo Digitalisierung in den Alltag eindringt, öffnet sich schnell eine Schleuse – so wie bei den E-Rollern zum Mieten. Wer nun beim Parkraum-Management das Wort „Management“ ernst nimmt, der muss darauf achten, dass niemand zurückbleibt. Der muss dafür sorgen, dass wir nicht in eine Lage kommen, in der Leute ohne Handy oder Kreditkarte gar nicht mehr parken können. Und, auch wichtig: Regionen sind verschieden, die Stadt ist anders als das Land. Wenn die Bezahl-Apps auf einmal auch Gegenden erobern, in denen eigentlich gar keine Parkplatz-Not herrscht (Beispiel Schweiz), dann hilft die Technik nur noch dem Profit Einzelner.ULRICH.HEICHELE@OVB.NET

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