KOMMENTAR

Das Niveau sollte bleiben

von Redaktion

Neue Prüfungen in Schulen

Über den Sinn von Noten und Tests kann man ewig streiten. Doch sind sie, solange nichts Besseres erfunden ist, die Grundlage für das Weiterkommen im bayerischen Schulsystem. Ja, man kann die Zahl der Leistungsnachweise (18 in der 4. Klasse, früher sogar 22) kritisieren und auch fragen, ob nicht der Fächerkanon (mehr Mathe, weniger Religion?) neu justiert werden müsste. Doch insgesamt betrachtet sind die Benotung und die Leistungserhebung in Bayern Qualitätsmerkmale.

Wenn man sich auf diesen Grundkonsens verständigt hat, kann man auch die Prüfungsformate weiterentwickeln, wie es jetzt im Kultusministerium geschieht. Der Prozess steht noch am Anfang, mitunter schießen die Ideen ins Kraut. Es ist die Frage, ob es sich die Lehrer in der Grundschule wirklich antun werden, mit Drittklässlern Podcasts zu geometrischen Formen wie Würfelnetzen aufzunehmen – oder nicht doch lieber eine der Proben vorlegen, die sie in der Schublade haben. Viele der vorgeschlagenen innovativen Prüfungsformate bedeuten für die Lehrer echte Mehrarbeit. Man wird sehen, was sich am Ende durchsetzt – Tradition oder Innovation.

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