Selbstbestimmung: Koalition uneins über mögliche Änderungen

von Redaktion

Berlin – Union und SPD sind sich uneinig über mögliche Änderungen des Selbstbestimmungsgesetzes. Während CDU und CSU auf Einschränkungen des Rechts auf Änderung des Geschlechtseintrags pochen, sieht die SPD keinen Änderungsbedarf. Sie verweist auf die ohnehin anstehende Evaluation des Gesetzes, die abgewartet werden solle.

„Die aktuellen Zahlen bestätigen, was wir früh befürchtet haben“, sagte der stellvertretende Unionsfraktionschef Günter Krings (CDU) der „Rheinischen Post“. „Wenn sich der Geschlechtseintrag durch eine bloße Erklärung beim Standesamt ändern lässt, ohne unabhängige Beratung und ohne Begutachtung, verliert ein so weitreichender Schritt das Gewicht, das ihm zukommt.“ Insbesondere Kinder und Jugendliche, aber auch deren Eltern dürften über „einen so grundlegenden Schritt“ nicht ohne fachliche Beratung entscheiden.

Artikel 3 von 11