IN KÜRZE

von Redaktion

Tote bei Schießerei in Montréal

Montreal – Bei einem Schusswaffenvorfall in einem jüdischen Viertel der kanadischen Metropole Montréal sind am Montag drei Menschen getötet worden: ein Einwohner, ein Polizist und der Täter. Bilder in den Onlinenetzwerken zeigten einen Verdächtigen in militärischer Kleidung. Zu den Umständen des Vorfalls äußerten sich die Behörden zunächst nicht. Auch war das Motiv des mutmaßlichen Täters nach ihren Angaben noch unklar. In dem Viertel gibt es viele koschere Restaurants und Supermärkte.

Jede zweite Klinik vor dem Aus?

Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt vor einer Pleitewelle und einem massiven Arbeitsplatzabbau in der Branche wegen der Sparpläne der schwarz-roten Regierung. „Kommen die Einsparungen wie geplant, verlieren wir 2027 insgesamt acht Prozent unserer Erlöse“, sagte Verbandschef Gerald Gaß. „Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in diesem Fall 2030 49 Prozent aller Krankenhausstandorte eine hohe Ausfallwahrscheinlichkeit haben werden“, sagte Gaß weiter. „Übersetzt heißt das: Es ist damit zu rechnen, dass jede zweite Klinik pleitegeht.“

Kolumbien vor einem Rechtsruck

Bogota – In Kolumbien zeichnet sich ein Rechtsruck ab. Der ultrarechte Anwalt Abelardo de la Espriella steht nach der Stichwahl um das Präsidentschaftsamt vor einem knappen Sieg. Laut den vorläufigen Ergebnissen der Wahlbehörde kam er bei dem Urnengang am Sonntag auf 49,66 Prozent der Stimmen, sein linker Kontrahent Iván Cepeda auf 48,7 Prozent.

Haftstrafe für Ex-Verkehrsminister

Madrid – In Spanien ist der frühere Verkehrsminister José Luis Ábalos wegen Korruption zu 24 Jahren Haft verurteilt worden. Wie der Oberste Gerichtshof in Madrid mitteilte, wurde der frühere enge Vertraute des sozialistischen Regierungschefs Pedro Sánchez der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation sowie der Korruption, Veruntreuung öffentlicher Gelder und gesetzwidriger Einflussnahme für schuldig befunden.

Bärte zu kurz: Taliban verhaften UN-Helfer

Kabul – Die Sittenpolizei der Taliban-Regierung in Afghanistan hat nach Angaben aus Kreisen von Hilfsorganisationen rund 20 Helfer festgenommen, weil deren Bärte nicht lang genug waren. Sie seien für Organisationen tätig gewesen, die mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiteten, hieß es in internen Erklärungen. Die Sittenpolizei habe „männliche Mitarbeiter von UN-Partnerorganisationen im Aufnahmezentrum Islam Kala wegen getrimmter oder rasierter Bärte festgenommen“, so die Internationale Organisation für Migration (IOM). Inzwischen sind alle Helfer wieder frei.

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