Freiburg ist ein heißes Pflaster. Regelmäßig werden hier die höchsten Temperaturen in Deutschland gemessen. Auch die Landwirte, die sich gestern und heute zum Deutschen Bauerntag im Breisgau versammelt haben, geraten gehörig ins Schwitzen. Denn die Gluthitze, die derzeit das Land in ihren Klauen hat, macht der Landwirtschaft besonders zu schaffen.
Dem Getreide droht die Notreife, auf den Wiesen wächst kein Gras nach, vielerorts lassen Bauern ihr Vieh nur noch nachts nach draußen, Wassermangel bereitet große Sorgen. Zusätzlich leiden die Landwirte unter einem heftigen Preisverfall vor allem bei Schweinefleisch und Milch, gleichzeitig unter hohen Energie- und Düngerkosten. Deutschland steht vor immensen Herausforderungen mit der Reform der Sozialsysteme und der schwierigen Wirtschaftslage. Die Landwirte sind ein wichtiger Player im Wirtschafts- und Gesellschaftsgefüge. Sie sind systemrelevant und bilden das Rückgrat für eine eigenständige, unabhängige Ernährung. Eine finanziell stärkere staatliche Unterstützung ist kein Almosen, sondern eine Investition in die Versorgung des Landes.